Am Morgen nach dem Frühstück fahren wir zunächst zum Londorossi Gate und holen dort das Permit ab. Nach der Registrierung fahren wir weiter zu den Lemosho Glades (2.380 m). Dort erwartet uns die Begleitmannschaft und unser Trekking beginnt. Gemächlich steigen wir durch den Regenwaldgürtel auf. Der erst noch breite Weg wird bald zum Pfad. Schon hier unterscheidet sich die Besteigung von vielen anderen: Die ersten Stufen liegen vor uns. Wurzeln und Blattwerk verhindern einen allzu leichten Aufstieg. Je nach Wetterlage können unsere Füße auch mal im Schlamm einsinken, wir durchqueren einige Bäche; vielleicht können wir umherspringende Kolobus-Affen in den Baumwipfeln erspähen. An unserem ersten Zeltplatz angekommen, sind die Zelte bereits aufgebaut und heißer Tee erwartet uns. Das Camp heißt auf swahili "Mti Mkubwa", was übersetzt "große Bäume" bedeutet.

Gehstrecke: ca. 5 km | Aufstieg: 440m

Gewidmet Laila



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1. Etappe

Durch den dichten Bergwald gelangen wir bald ins Hochmoor mit Heidekraut. Wir wandern ein Stück weiter und finden uns zwischen Senecien und Lobelien wieder, die Senecien werden hier bis zu 9 Meter hoch! Unser Blick schweift immer wieder in Richtung Mount Meru hinüber. Wir überqueren den Shira Kamm auf ca. 3.500 m und steigen dann hinab zum Shira Camp I, das auf 3.500 m Höhe an einem Flusslauf liegt.

Gehstrecke: ca. 8.5 km | Aufstieg: 830m | Abstieg: 125m |

Gewidmet Elias



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2. Etappe

Wir steigen weiter bergauf. Der Weg führt durch die Hochmoorlandschaft, vorbei an den Flanken des Shira-Kraters und am Lava Tower vorbei. Wir übernachten heute im Moir Camp (4.140 m). Dort angekommen lohnt noch ein kurzer weiterer Anstieg zu einem kleinen Aussichtspunkt, von dem wir bei guten Wetterbedingungen freie Sicht über das Amboseli Becken haben.

Gehstrecke: ca. 10 km | Aufstieg: 675m

Gewidmet Ali



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3. Etappe

Die heutige Etappe dient der Akklimatisierung. Wir wandern moderat ansteigend aus dem Moir Tal hinauf zur Lent Gruppe, dessen höchste Erhebung wir besteigen. Im Anschluss begeben wir uns auf den Northern Circuit, der uns im Norden um den Krateraufbau des Kilimanjaro herum führt. Hier sind vielleicht nur wir unterwegs, die Einsamkeit des Northern Circuit hat einen ganz besonderen Reiz. Wir wandern im stetigen Auf und Ab zum Pofu Camp (4.020m), wo wir die Nacht verbringen.

Gehstrecke: ca. 10.5 km | Aufstieg: 365m | Abstieg: 540m

Gewidmet finja



Video (Geplant für den 06.06.2022)


Wir gehen weiter auf dem Northern Circuit. Der Weg führt uns weiter ostwärts durch eine Landschaft mit zunehmend spärlicherer Vegetation. Wir treffen auf die von Norden kommende Rongai Route und steigen wieder ein wenig auf, bis wir am frühen Nachmittag die dritte Kikeleva-Höhle (3.935 m) erreichen.

Gehstrecke: ca. 6.5 km | Aufstieg: 150m | Abstieg: 220m

Gewidmet Narayan



Video (Geplant für den 07.06.2022)


Wir starten zeitig und wandern stetig berauf. Die Landschaft ist karg und steinig, hier wachsen nur noch struppige Büsche. Unser Ziel ist die School Hütte (4.715 m), die wir über einen steilen Hang erreichen. Hier oben ist es zugig und kalt. Nicht vergessen, die Thermoskannen mit warmen Getränken zu füllen! Das Abendessen wird heute früh serviert, der ein oder andere muss sich bestimmt ein bisschen zwingen etwas zu essen. Wir schlüpfen früh in die warmen Schlafsäcke, denn wir stehen bereits vor Mitternacht wieder auf, um die letzte Etappe in Angriff zu nehmen.

Gehstrecke: ca. 4.5 km | Aufstieg: 780m

Gewidmet Benjamin



Video (Geplant für den 08.06.2022)


Nach einer kurzen Ruhephase und einem heißen Getränk beginnen wir zwischen Mitternacht und 01:00 Uhr unseren finalen Aufstieg zum höchsten Punkt Afrikas. Der Pfad verläuft erst relativ flach ein Stück gen Süden, bis wir die Hans-Meyer Höhle erreichen. Von hier führt ein endlos scheinender Schotterhang hinauf zum Gilman's Point (5.685 m), wo wir nach einer langen Nacht einen fantastischen Sonnenaufgang über dem Mawenzi-Gipfel erleben können, wenn das Wetter mitspielt. Wer noch Kraftreserven hat, sollte nach einer kurzen Pause, die letzten, weniger steil verlaufenden zwei Stunden entlang des Kraterrands in Angriff nehmen, die zum höchsten Punkt des Kilimanjaro, dem Uhuru Peak (5.895 m), führen. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein! - Ein Moment, den man nie mehr vergisst! Nach einer kurzen Rast mit einem Schluck warmem Tee und dem obligatorischen Gipfelfoto steigen wir via Stella Point und Barafu Camp (4.640 m) ab. Hier wartet unsere Begleitmannschaft bereits mit einem warmen Essen auf uns, das uns Kraft für den langen Abstieg spendet. Wir steigen weiter ab zum Mweka Camp auf 3.080 m Höhe, wo wir feststellen, wie gut man nach einem Gipfeltag am Kilimanjaro schläft.

Gehzeit: ca. 13-15 Std. | Aufstieg: 1180m | Abstieg: 2815m

Gewidmet Aaila



Video (Geplant für den 09.06.2022)



„Wer nicht den Mut hat zu Träumen, hat auch keine Kraft zu kämpfen.“

Vom Traum….zur Idee….bis zur Verwirklichung….

Einmal auf einen der Seven Summits der Welt zu stehen, war schon lange mein Traum.

Wie das ganze verwirklichen? Alleine? Kaum eine Chance. Oft spielt im Leben der Zufall eine Rolle und da kommen meine besten Freunde ins Spiel. Wir sind alle drei begeisterte Bergwanderer und haben uns in immer höher gewagt. Also beschlossen wir, den nächsten großen Schritt zu wagen und den Kilimandscharo zu besteigen. Aber nur die 5.895 Meter zu bewältigen war uns zu wenig, wir wollten dem Ganzen noch einen tieferen Sinn geben. Nach einem Gespräch, dass ich mit Sabine Schenk, der Geschäftsführerin des Zwerg Nase Zentrums in Wiesbaden hatte, kamen wir auf die Idee, die Besteigung des Kilimandscharo den Kindern von Zwerg Nase zu widmen. Dann war es natürlich naheliegend, dies mit einem Spendenaufruf für diese Kinder zu verbinden. Das bereits im Vorfeld eine solche positive Resonanz entstehen würde, hat uns überrascht, aber auch bestätigt, es so zu tun. Wir haben entworfen, verworfen, diskutiert und schließlich haben wir uns für dieses Design der Internetseite entschieden. Es ist eine riesige Ideensammlung entstanden. Die Verwirklichung unserer Reise können Sie live auf der Internetseite verfolgen. Was uns besonders berührt, ist das Engagement der Kinder, die unseren Weg aktiv auf ihre Art begleiten werden. Wie das genau passieren soll, hat man uns noch nicht verraten, also seien Sie gespannt.

Hans-Günter

„Man muss das Unmögliche versuchen, damit das Mögliche möglich wird“
Hans Kammerlander